Frage: Ich bin Erzieherin in einer Kindertagesstätte und habe den Verdacht, dass eines unserer Mädchen sexuell missbraucht wird. Kann ich mit meinem Verdacht zu Ihnen kommen?

Antwort: Sicher können Sie auch als Erzieher/in oder Lehrer/in eine Fachberatung bei uns in Anspruch nehmen. In den seltensten Fällen gibt es ganz eindeutige Hinweise, die sicher sagen lassen, ob ein Mädchen sexuelle Gewalt erlebt. Meistens gibt es eine Ahnung oder einen Verdacht und dann ist es gut, wenn Sie sich professionelle Unterstützung bei einer Beratungsstelle suchen. Wir werden Sie darin unterstützen, die Auffälligkeiten, die Sie beobachtet haben, zu sortieren und mit Ihnen gemeinsam überlegen, welches Vorgehen jetzt sinnvoll ist.



Frage: Beraten Sie auch Jungen oder Männer?

Antwort:
Als Frauen- und Mädchenberatungsstelle arbeiten wir parteilich für Frauen und Mädchen. Jungen oder Männer, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind, beraten wir nicht. Da wir einen geschlechtsspezifischen Ansatz sowohl für Mädchen/Frauen als auch für Jungen/Männer richtig und wichtig finden, verweisen wir Jungen und Männer an Beratungsstellen, die männliche Berater haben.



Frage:
Muss ich für die Beratung bei Ihnen bezahlen?

Antwort:
Ein erstes Gespräch ist immer kostenfrei. Mädchen müssen für die Beratungen bei uns grundsätzlich nichts bezahlen. Frauen bitten wir für alle weiteren Gesprächstermine um eine Kostenbeteiligung nach Selbsteinschätzung. Wir sind auf Spenden und Beratungseinnahmen angewiesen, um unsere Arbeit weiterführen zu können. Dennoch werden wir keiner Frau die notwendige Unterstützung verweigern, weil Sie nicht die finanziellen Mittel aufbringen kann.



Frage: Wir möchten in unserer Einrichtung (Kita/Schule) Präventionsaktionen zum Thema „sexueller Missbrauch“ anbieten. Können Sie uns dabei unterstützen?

Antwort: Die Präventionsarbeit ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Gerne unterstützen wir Sie darin, das für Sie richtige Projekt auszuwählen. Unsere Angebote richten sich zum einen an Erwachsene, wie z. B. Fortbildungen für LehrerInnen, ErzieherInnen, Mitwirkung bei Elternabenden. Weiterhin können Sie Unterrichtsmaterialien für Grundschulen bei uns erhalten. Die Angebote für Mädchen/Kinder reichen von Präventionsprojekten für Grundschulkinder bis hin zu Gruppenangeboten für ältere Schülerinnen und Wen Do-Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurse. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Hompage unter dem Stichwort Prävention.



Frage: Wie kann ich zu Ihnen Kontakt aufnehmen, ohne dass jemand davon erfährt oder Sie meinen Namen erfahren?

Antwort: In der Regel erfolgt die erste Kontaktaufnahme zu uns übers Telefon. Es ist für uns in Ordnung, wenn Sie Ihren Namen nicht nennen wollen. Bestimmt ist es auch hilfreich für Sie zu wissen, dass alle Mitarbeiterinnen der Schweigepflicht unterliegen. Weder Namen noch irgendwelche persönlichen Angaben oder Inhalte der Beratungen werden ohne Ihre Einwilligung an andere Stellen getragen.
Die Beratungsstelle hat einen Hinterhofeingang und da es sich um ein Geschäfts- und Wohnhaus handelt, wird niemand von außen sehen, welche Etage des Hauses Sie aufsuchen.



Frage: Ich möchte das erste Mal nicht alleine zu Ihnen zum Gespräch kommen. Kann ich jemanden mitbringen?

Antwort: Selbstverständlich können Sie eine Vertrauensperson mitbringen, die je nach dem, wie es für Sie stimmig ist, bei dem Gespräch dabei sein kann oder in einem anderen Raum auf Sie warten kann.



Frage: Kann ich auch zu Ihnen kommen, wenn ich multipel bin bzw. eine Dissoziative Identitätsstörung habe.

Antwort: Ja, selbstverständlich beraten wir auch multiple Mädchen und Frauen. Für Viele-Frauen gibt es bei uns in der Beratungsstelle auch ein spezielles Gruppenangebot. Mehr darüber erfahren Sie auf der Homepage unter dem Stichwort „Gruppen“.