In den letzten Jahren hat die missbräuchliche Verwendung von so genannten K.O.-Tropfen sowohl in Deutschland als auch in Braunschweig zugenommen. Die unter dem Begriff K.O.-Tropfen zusammen¬gefassten Substanzen werden unbemerkt verabreicht, um einen anderen Menschen in einen willen- und hilflosen Zustand zu versetzen. Unter der Wirkung von K.O.-Tropfen kommt es immer wieder zu Raub- und Sexualdelikten. Der erlebte Blackout und die damit einhergehenden Scham- und Schuldgefühle sowie massive Selbstzweifel über das Geschehene führen häufig dazu, dass sich Frauen und Mädchen nicht trauen Unterstützungsangebote wahrzunehmen. Dieser Entwicklung wollen wir durch eine aufklärende Öffentlichkeitsarbeit entgegentreten.

Im Frühjahr 2014 hat ein Kooperationsprojekt mit den Schülerinnen der Johannes-Selenka-Schule in Braunschweig stattgefunden. Zwölf Schülerinnen, die zu der Zeit eine Ausbildung zur Gestaltungstechnischen Assistentin absolvierten, haben im Rahmen ihrer Ausbildung tolle Materialien erstellt, die sowohl im präventiven Sinne auf das Thema aufmerksam machen und Möglichkeiten aufzeigen, wie Frauen und Mädchen sich schützen können als auch konkrete Handlungsschritte und Unterstützungsmöglichkeiten benennen, wenn es zur unfreiwilligen Einnahme von K.O.-Tropfen gekommen ist.

Die erstellten Materialien können nun mit Hilfe der großzügigen finanziellen Unterstützung des Zonta Clubs Braunschweig und des paritätischen Wohlfahrtsverbandes Braunschweig gedruckt und vervielfältigt werden.

Zusammen mit unseren Kooperationspartnerinnen der Profamilia Braunschweig werden wir die Materialien unmittelbar an öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Cafés und Bars, Schulen und Jugendzentren ab März 2015 der Öffentlichkeit zugänglich machen.