Präventionsprojekt „Mut und Wut und grüne Socken“
Körperliche und sexuelle Selbstbestimmung
von Mädchen und Jungen
für Grundschulen

 


“Lass das, ich hass das!” … ist die Devise unseres Präventionsprojektes, in dem es um das körperliche und sexuelle Selbstbestimmungsrecht von Mädchen und Jungen geht.

Jedes Mädchen und jeder Junge hat eine innere Stimme, die ihnen sagt, was sie mögen und was nicht. Es ist wichtig, sie darin zu bestärken, ihre Gefühle ernst zu nehmen und auszudrücken.
Denn Gefühle sind Signale und bieten Orientierung. Der inneren Stimme zu vertrauen heißt, Zutrauen zu sich selbst zu haben und handlungsfähig zu sein. Mädchen und Jungen, deren Rechte und Grenzen im Alltag akzeptiert werden, haben weniger Ängste und sind selbstbewusster.

Erwachsene fragen sich manchmal, ob Kinder zu eigensinnig werden können. Aber „nein“ zu sagen heißt nicht unbedingt „frech zu sein“, sondern kann bedeuten, selbstbewusst die eigene Meinung zu vertreten. Erziehung zu unbedingtem Gehorsam dagegen fördert bei Kindern Anpassung und Hilflosigkeit. Es geht um das richtige Maß, denn Freiraum ohne Grenzen ist für Kinder genauso schädlich wie Grenzen ohne Freiraum. Es bleibt eine gemeinsame Gratwanderung – für Erwachsene und Kinder.

Sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen ist ein Thema, das viele Eltern und LehrerInnen beschäftigt. Prävention ist ein Anspruch der modernen Erziehung geworden. In unserem Projekt greifen wir das sexuelle und körperliche Selbstbestimmungsrecht von Kindern auf. Dabei steht sexuelle Gewalt nicht im Mittelpunkt. Es geht vielmehr darum, was Mädchen und Jungen täglich erleben, was sie bewegt. Wir beziehen Stellung für die Rechte von Kindern und wollen ihr Selbstvertrauen, ihre Autonomie und ihre Widerstandskraft stärken.

Mit unserem Projekt hoffen wir Eltern und PädagogInnen die Unsicherheit in der Präventionsarbeit zu nehmen. „Mut und Wut und grüne Socken” gibt spielerisch und witzig Anregungen, Prävention in den Erziehungsalltag einzubeziehen.

Das Figurentheaterstück erfordert keine spezielle pädagogische Vorbereitung. Es ist allerdings sinnvoll, Mädchen und Jungen im Anschluss eine Gesprächsmöglichkeit anzubieten bzw. das Stück im Präventionsunterricht einzubetten. Dazu finden Sie Anregungen in unserem Begleitmaterial.



Inhalt:
In dieser witzigen Nein-Sage-Geschichte geht es um Kuscheln, Schmusen, Grenzen setzen, eklige Küsse, unbequeme Mädchen und Jungen, starke PiratInnen und natürlich um grüne Socken.

Ulrike und ihre Tochter Lilly bekommen Besuch, ausgerechnet als Lilly und ihre beste Freundin Pia es sich im Kinderzimmer gerade so richtig schön gemütlich gemacht haben. Hektik bricht aus, sauber machen,Tisch decken, Zimmer aufräumen, denn gleich kommen sie: Oma und Opa, Onkel Frank mit Sohn Anton und zu Lillys großer Freude auch ihre Lieblingstante Tante Coco. Ein ganz “normaler Nachmittag” nimmt seinen ungewöhnlichen Lauf.

Zielgruppe:
Mädchen und Jungen im Grundschulalter

Begleitende Angebote:

  • Pädagogisches Begleitmaterial zum Figurentheaterstück
  • Unterrichtsmaterialien zur Prävention von sexueller Gewalt
  • Begleitung der Vorstellungen durch Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle
  • Elternabende
  • Fortbildungen für LehrerInnen


Team:
Spielerinnen: Andrea Haupt, Brigitte van Lindt
Text und Idee: Andrea Haupt, Brigitte van Lindt, Britta Neumann, Silke Technau
Regie: Silke Technau
Ausstattung: Doris Gschwandtner, Stephan Schlafke
Musik: Karl Parnow-Kloth

Technische Daten:
Spielfläche: 6 m Breite x 5m Tiefe
Podium: 0,6 m hoch oder
bei ebenerdiger Spielfläche ansteigende Bestuhlung
Raumhöhe: 3m vom Podium
Stromanschluss: 220 Volt / 16 A
Sonstiges: möglichst verdunkelbarer Raum
Abweichende Bedingungen bitte telefonisch mit uns abklären